Tiere im Weinberg

Viele unserer Winzer halten unterschiedliche Tiere für die Bewirtschaftung ihrer Weinberge und das geschieht nicht aus einem umständlichen Nostalgiegefühl heraus, sondern weil dadurch die Weine besser und spannender werden.

Besonders nahe liegt der Einsatz von Pferden im Weinberg: Pablo Chevrot von der Côte de Beaune im Burgund beispielsweise bearbeitet seinen Boden mit dem Pferdepflug. So wird die Verdichtung des Bodens durch schwere Maschinen vermieden, wovon die Wurzeln der Reben und das gesamte Bodenleben enorm profitieren. Neben dem Pflug dürfen die Pferde oft genug auch Spritzgeräte für den Pflanzenschutz die Steilhänge hochziehen. Nicht umsonst feiern in den letzten 20 Jahren vor allem bei französischen Spitzenproduzenten die Pferde ein eindrucksvolles Comeback im Weinberg. Es zahlt sich einfach in Qualität aus.

Gern gesehener Helfer zwischen den Rebstöcken ist auch das Schaf. Allerdings vorrangig im Winter zum Kurzhalten des Bewuchses. Im Frühjahr ist dann Vorsicht geboten, denn junge Rebtriebe gelten in Schafskreisen gemeinhin als Delikatesse.

Kaum eine Maschine begrenzt den Bewuchs im Weinberg indes effizienter als die Kuh. Die Sache vom Ende her gedacht, wird dabei auch noch ganz nebenbei der Boden wohldosiert und natürlich gedüngt. Catherine Maisonneuve aus Cahors schwört auf die Kräfte der Biodiversität, die Kuh und Co.
in den Weinberg tragen: Von den Hormonen der Tiere begünstigt, entstünde so eine Pilzflora, die Blumen blühen lässt und den Trauben einen natürlichen Schutz verleiht. Spürbar wird dieser Effekt durch weniger Tannin in den Trauben, das als Abwehrreaktion gebildet wird.

Das biodynamische Prinzip, wonach das Vegetale das Animalische braucht, setzt Südtirols Aushängeschild Alois Lageder besonders konsequent um: Im Römigberg haben die Tiere vom angrenzenden Bauernhof einfach komplett freien Zugang zum Weinberg. Dass einer der innovativsten Winzer Südtirols auf das Potential der Tiere im Weinberg setzt, unterstreicht die Tatsache, dass es hier um mehr geht, als reine Bauernhofidylle à la Bullerbü. In unserem Fall vornehmlich um hochqualitative Weine, die sich – im Einklang mit der Natur produziert – bewusst genießen lassen. Und wer seine Tiere in den Weinberg lässt, verzichtet selbstverständlich auch auf schädliche Pestizide.

6 Flaschen Vin de PétanqueMas de Libian, 2020 Vin de Pétanque, Rhône
Den Einstiegswein von Hélène Thibon kann man getrost als Fruchtbombe mit sehr kurzer Zündschnur bezeichnen. Trotz ihres sehr jungen Alters sorgt diese seidige Cuvée aus Grenache und Syrah sofort nach dem Öffnen für verspielte Trinkfreude. Wenn es nach Hélène geht, am liebsten während einer Runde Pétanque – also im weitesten Sinne Boule.

Alkoholgehalt: 14% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite.
0,75 Liter kosten 9,30 €
12,40 € pro Liter

Domaine Cosse Maisonneuve, 2016 La Fage, Cahors
Ganz typisch für Cahors ist die Rebsorte Malbec. Weniger typisch sind die samtigen Tannine beim La Fage, der alles andere als schroff und widerborstig wirkt. Stattdessen erwarten einen gewürzte Noten dunkler Beeren. Insgesamt ein komplexer und dichter Wein, der auch kräftige Speisen souverän begleitet. Falls Sie also noch Trüffel in der Gefriertruhe haben sollten…

Alkoholgehalt: 13,5% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite.
0,75 Liter kosten 19,10 €
25,47 € pro Liter

6 Flaschen Rose de VigneDomaine Chevrot et Fils, Rose de Vigne, Crémant de Bourgogne
Falls es in Flaschen gefüllten Frühling geben sollte, dann kommt man dem mit Pablo Chevrots Crémant schon sehr nahe. Lebhafter Rosenduft und intensive Himbeeraromen bauen im Kontrast mit dezenten Pfeffernoten eine Spannung auf, die sich am Gaumen durch Minerlität und Frucht prickelnd fortsetzt. Von der Dramaturgie fast wie ein erfrischendes Gewitter nach dem ersten heißen Frühlingstag im Mai.

Alkoholgehalt: 12,5% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite. Kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten.
0,75 Liter kosten 24,90 €
33,20 € pro Liter

6 Flaschen 2019 Jacobus Riesling trockenWeingut Peter-Jakob Kühn, 2019 Jacobus Riesling trocken, Rheingau
Jacobus Kühn war 1704 der Gründer des heutigen VdP-Weinguts in Oestrich. Also kein ganz zufälliger Name für den Einstieg in die Welt der Rheingaurieslinge aus dem Hause Kühn. Der Jacobus ist zwar „nur“ ein VdP.Gutswein aber was für einer: Handlese, schonende Ganztraubenpressung, Spontangärung auf der Hefe und teilweiser Ausbau im Holzfass geben dem Riesling eine bemerkenswerte Tiefe, die Frucht und Würzigkeit vereint.

Alkoholgehalt: 12% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite.
0,75 Liter kosten 13,00 €
17,33 € pro Liter

6 Flaschen 2018 Porer Pinot GrigioTenutae Lageder, 2019 Porer Pinot Grigio, Südtirol
Der Porer ist beispielhaft und stilprägend für innovative Vinifikation unter dem zunehmenden Einfluss des Klimawandels: Damit der Wein perfekte Frische und Säure garantiert, werden die Trauben als drei unabhängige Komponenten ausgebaut, die jeweils unterschiedlich lange Kontakt mit der Schale und den Stängeln hatten. Erst bei der Abfüllung wird dann über die perfekte Zusammensetzung des „Blends“ entschieden.

Alkoholgehalt: 12% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite.
0,75 Liter kosten 19,30 €
25,73 € pro Liter

6 Flaschen 2017 Colheita TintoAntonio Madeira, 2017 Colheita Tinto, Dão
Der Tinto Colheita ist der ideale Einstieg in das Sortiment der faszinierenden António Madeira-Weine. Bereits hier ist die Handschrift des extrem begabten Winzers deutlich zu schmecken. Der Wein besitzt eine präzise, saftige Aromatik großer Klasse. Im Geschmack sind Eleganz und Mineralität tonangebend. Der Wein ist dicht, straff und besitzt samtige Tannine.

Alkoholgehalt: 14% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite.
0,75 Liter kosten 15,20 €
20,27 € pro Liter

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